Die Volksanwaltschaft in der Polizeiausbildung

Date of article: 29/11/2016

Daily News of: 30/11/2016

Country:  Austria

Author: Austrian Ombudsman Board

Article language: de

Ab 2017 wird jede Polizeischülerin und jeder Polizeischüler im Rahmen der zweijährigen Polizeiausbildung erfahren, welche Aufgaben die Volksanwaltschaft hat und wie diese in der Realität erfüllt werden. 16 Mitglieder der Kommissionen und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksanwaltschaft werden in einem vierstündigen Ausbildungsmodul über die Aufgaben sowohl im Rahmen der nachprüfenden Verwaltungskontrolle als auch der präventiven Menschenrechtskontrolle im zweiten Ausbildungsjahr unterrichten.

Am 29. November 2016 trafen sich die zukünftigen Referentinnen und Referenten in der Volksanwaltschaft, um Ausbildungskonzept und organisatorische Themen zu besprechen. Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass alle Polizistinnen und Polizisten, die in ihrer Berufsausübung mit der Arbeit der Volksanwaltschaft konfrontiert sein können, schon am Beginn ihrer beruflichen Tätigkeit informiert sind. Auch das Bundesministerium für Inneres begrüßt diese Initiative.

In der nachprüfenden Verwaltungskontrolle können Polizeibedienstete nicht nur im Fall einer Beschwerde von Bürgerinnen und Bürgern betroffen sein, sondern auch selbst Beschwerdeführende, beispielsweise in dienstrechtlichen Angelegenheiten sein. Auch ein oder mehrere Kontakte mit Besuchskommissionen werden im beruflichen Alltag etwa auf einer Polizeiinspektion, in einem Polizeianhaltezentrum, bei einer Demonstration oder einem anderen polizeilichen Großeinsatz keine Seltenheit sein.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass durch die Initiative eine mögliche Skepsis abgebaut und ein positiver Zugang zur Arbeit der Volksanwaltschaft aufgebaut werden kann. Auch früher hatten Bildungszentren der Sicherheitsakademie schon vereinzelt darum ersucht, jungen Polizistinnen und Polizisten über die Arbeit der Volksanwaltschaft und ihrer Kommissionen im Rahmen von Vorträgen zu berichten. Fragen am Beginn dieser Unterrichtsmodule haben gezeigt, dass die Volksanwaltschaft teilweise gar nicht bekannt war oder sogar - ohne Näheres zu wissen - negativ beurteilt wurde. In der Regel hatte sich diese skeptische bis negative Einstellung am Ende der Unterrichtseinheit stark relativiert und die Anzahl der positiven Rückmeldungen hatten überwogen. Dass die Volksanwaltschaft nun in das System der umfangreichen Polizeiausbildung miteinbezogen wird, wird nicht nur dabei helfen, Wissen aufzubauen, sondern wird auch maßgeblich dazu beitragen, ein positives Klima zwischen der Volksanwaltschaft und der Polizei zu fördern.

 

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El Síndic insta al Ayuntamiento de Palafrugell a que paralice las obras del Golfet y dé acceso a consultar el expediente de licencia

Date of article: 29/11/2016

Daily News of: 30/11/2016

Country:  Spain - Catalonia

Author: Regional Ombudsman of Catalonia

Article language: es

Urge a la Generalitat a que impugne las licencias de construcción de la finca que el consistorio no haya revisado a pesar del requerimiento para hacerlo

Pide a todas las administraciones implicadas que velen por la aplicación del principio de prevención, precaución y cautela en materia medioambiental

El Síndic de Greuges de Cataluña ha emitido la resolución relativa a las quejas que le llegaron con motivo de la construcción de una vivienda en la zona conocida como el Golfet de Calella de Palafrugell. Rafael Ribó, después de investigar el caso, ha recomendado al consistorio de esta localidad ampurdanesa que permita que la asociación Salvamos el Golfet ejerza el derecho de acceso a la información pública y pueda consultar el expediente de las licencias urbanísticas, como le había solicitado en el mes de agosto de 2016.

También ha recomendado al Ayuntamiento que ordene paralizar las obras y que resuelva iniciar sin más dilación los expedientes de revisión de licencia que le ha hecho llegar la Dirección General de Ordenación del Territorio y Urbanismo y que aún no ha respondido. En este mismo sentido, insta a la mencionada administración de la Generalitat a que impugne las licencias de construcción de la finca que no hayan sido revisadas a pesar de los requerimientos por su parte.

El Síndic también pide a todas las administraciones implicadas que velen por la aplicación del principio de prevención, precaución y cautela en materia medioambiental en este proyecto. La imposibilidad de conseguir la reparación de los daños ambientales cuando se producen obliga a prevenirlos y a dar prioridad a la intervención previa y al diseño mediante un plan preventivo. En este caso, se justifica sobradamente la parada de las obras.

Los promotores de las quejas habían denunciado inicialmente el impacto paisajístico del proyecto y el injustificado incremento de la posibilidad de edificar en esta parcela bajo el amparo del Plan de mejora urbanística, hecho a medida. También se quejaban de deficiencias en la seguridad por posibles desprendimientos de rocas y que las obras supongan la modificación de un camino de ronda.

El Síndic también ha detectado una falta de transparencia en el procedimiento. Por un lado, los interesados cuestionan que la Dirección General de Ordenación del Territorio y Urbanismo no les ha comunicado sus resoluciones. Y, por otro lado, critican que el Ayuntamiento ni les ha dado respuesta alguna a su denuncia del 5 de agosto de 2016, ni permite el acceso del abogado que les representa al proyecto autorizado mediante licencia. Respecto a estas reivindicaciones, el Síndic ha recomendado que el Ayuntamiento de Palafrugell resuelva de forma motivada sobre la petición que la Asociación Salvamos el Golfet dirigió el 5 de agosto de 2016 y notifique su decisión indicando los recursos, si es el caso, que se pueden interponer en contra. También ha sugerido que la Dirección General de Ordenación del Territorio y Urbanismo, si no lo ha hecho hasta ahora, notifique a los interesados que le presentaron las denuncias el contenido de sus resoluciones.

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Verletzungen von Menschenrechten können verhindert werden: Eine neue Publikation zeigt Wege auf

Date of article: 28/11/2016

Daily News of: 30/11/2016

Country:  Austria

Author: Austrian Ombudsman Board

Article language: de

Jüngste Berichte über Missstände in einem Pflegeheim machen eines deutlich: Gewalt kommt leider auch in der Pflege vor. Aber lassen sich Fälle von unmenschlicher Behandlung verhindern? Ein aktuell veröffentlichter Forschungsbericht geht dieser Frage nach und untersucht Möglichkeiten, Risiken zu identifizieren und Gefahren möglichst auszuschalten. Die Volksanwaltschaft hat das vom Jubiläumsfonds der OeNB geförderte Forschungsprojekt initiiert und unterstützt. In diesem Zusammenhang stellte Mag. Petra Niederhametner im Rahmen einer Sitzung des Nationalen Präventionsmechanismus (NPM) nun eine Publikation mit dem bezeichnenden Titel "Verletzungen von Menschenrechten vermeiden - Prävention am Beispiel von Pflegeheimen und psychiatrischen Abteilungen" vor.

Die Publikation beschäftigt sich mit Bevölkerungsgruppen, die besonders gefährdet sind, in ihren Menschenrechten verletzt zu werden: Bewohner von Pflegeheimen und Patienten in psychiatrischen Abteilungen. Sie zeigt auf, wo Gefährdungen bestehen und wo Möglichkeiten und Grenzen der Prävention liegen. Risiken und präventive Maßnahmen werden in acht thematischen Schwerpunkten ausführlich erörtert. Dazu zählen der Umgang mit Schmerzen, Medikation, Gewalt und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Die Zusammenfassung sinnvoller Schutzmaßnahmen hat generelle Bedeutung und geht über die beiden untersuchten Einrichtungstypen hinaus. Für die Studie wurden über 1.000 Forschungsarbeiten aufgearbeitet und Interviews mit Fachleuten geführt.

Die Ergebnisse bieten auch für die Arbeit der Volksanwaltschaft eine wichtige Grundlage. Denn Prävention ist der Leitgedanke des gesetzlichen Auftrags, den die Volksanwaltschaft seit 2012 erfüllt. Gemeinsam mit ihren Kommissionen kontrolliert sie unter anderem Pflegeheime und psychiatrische Abteilungen und setzt sich dafür ein, dass Heimbewohner und Patienten menschenwürdig behandelt werden.

 

Bibliographische Daten:

Verletzungen von Menschenrechten vermeiden
Prävention am Beispiel von Pflegeheimen und psychiatrischen Abteilungen
facultas 2016, 400 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7089-1472-5
EUR [A] 29,– / EUR [D] 28,20 / CHF 34,80

 

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Zukunft Wohnen: Wohnbau zwischen Bedürfnis, Wunsch und Wirklichkeit

Date of article: 30/11/2016

Daily News of: 30/11/2016

Country:  Austria

Author: Austrian Ombudsman Board

Article language: de

Das Wohnungsangebot entspricht in vielem nicht mehr den echten Bedürfnissen. Zahlreiche  Beschwerden bei der Volksanwaltschaft illustrieren diese Problemlage. Wünsche und Bedürfnisse der Wohnungssuchenden müssen wieder stärker in den Fokus von Bauwirtschaft und Politik rücken: "Welche Wohnungen brauchen wir?" Die Neuregelung der Wohnbauförderung, wie sie im Finanzausgleich beschlossen wurde, eröffnet ein einmaliges "window of opportunity", um im österreichischen Wohnungsmarkt neue Weichen zu stellen.

Bei der Tagung "Zukunft Wohnen: Bedürfnis - Wunsch - Wirklichkeit", welche die Volksanwaltschaft in Kooperation mit dem Forum Wohn-Bau-Politik am 30. November 2016 veranstaltete, diskutieren Expertinnen und Experten aus den Feldern Wissenschaft, Architektur, Wohnbauforschung, Bauwirtschaft und Zivilgesellschaft über die aktuellen Anforderungen an die österreichische Wohnpolitik.

Jörg Wippel, Vorstandsmitglied des Forum Wohn-Bau-Politik sprach über das grundlegende Problem hinter der Thematik: "Wenn die Politik daran geht, Standards und Normen zu überdenken, darf es nicht darum gehen, welche Wünsche und Bedürfnisse Bauwirtschaft und Politik antreiben. Sondern es muss zentral um die Bedürfnisse der Wohnenden selbst gehen." Eine Lösung sieht er vor allem in einem angepassten Wohnungsangebot. "Wir brauchen eine kluge Angebotsvielfalt im Wohnbau und eine gut durchdachte Produktschiene für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, die nicht in minderer Qualität, sondern in angemessener Qualität gebaut wird."

Volksanwältin Getrude Brinek sprach in diesem Zusammenhang zudem die Tatsache an, dass "Wohnwunsch und Wohnwirklichkeit immer weiter auseinanderklaffen." Über 80 % der Menschen in Österreich ziehen es vor, in ihrer Wohnung alt zu werden und möchten auf Pflegeheime verzichten. Wie Brinek betonte, muss der Wohnungsmarkt daher in Zukunft klare Forderungen erfüllen: "Wichtig ist generationsgerechtes, bedürfnisgerechtes Wohnen, das nicht gegen nachhaltige Grundsätze verstößt."

Wie sich die aktuelle Situation des Wohnungsmarktes in Österreich zusammensetzt, veranschaulichte Michael Klien vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Hier wird eines eindeutig: Es fehlt generell an kleinen, günstigen Wohneinheiten. Klien spricht von einer Leistbarkeitsproblematik und empfiehlt ein Umdenken in der Wohnbaupolitik: "Zur Korrektur dieser Bedarfsungerechtigkeiten muss die österreichische Wohnbaupolitik weg von einer reinen Ausgaben- und Zusicherungsfokussierung und hin zu einer wirkungsorientierten Wohnbaustrategie."

Neben der Leistbarkeit von Wohnraum zeigt sich in Österreich auch ein klarer Wandel in den Wohnbedürfnissen. "Es kann nicht mehr nur um die Bereitstellung einer entsprechenden Anzahl von Wohnungen in traditionellem Zuschnitt gehen, sondern es muss sich mit den soziokulturellen und physiologischen Bedürfnissen der Menschen auseinandergesetzt werden", so Renate Hammer, Geschäftsführerin vom Institute of Building Research & Innovation in Wien.

Abschließen diskutierte Gernot Mittersteiner vom Architekturwerk das umfassende und gesamtgesellschaftliche Prinzip des "guten Lebens für Alle". "Wohnen darf nicht als separates, vom Rest des Lebens getrenntes "Arbeitsfeld" behandelt werden." hob Mittersteiner hervor und warnt vor einer isolierten Betrachtungsweise des Themas. "Dies führt in der gebauten Umwelt oft zur Separation von Wohnen und in Folge zu Isolation und zur sozialen Exklusion."

 

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80% of Roma in the EU are at the risk of poverty, warns FRA

Date of article: 29/11/2016

Daily News of: 30/11/2016

Country:  Croatia

Author: People's Ombudsman of Croatia

Article language: en

Widespread deprivation is destroying Roma lives - families are living excluded from society in shocking conditions, while children with little education face bleak prospects for the future, a new report from the European Union Agency for Fundamental Rights (FRA) shows. The report, published on 29 November 2016, analyses the gaps in Roma inclusion around the EU to guide Member States seeking to improve their integration policies.

The survey shows data for 8 countries, with those for Croatia being in accordance with the state of human rights and discrimination of Roma minority described in the Annual report of the Ombudswoman of Croatia. 

“Our manifest inability in Europe to honour the human rights of our Roma communities is unacceptable. The levels of deprivation, marginalisation, and discrimination of Europe’s largest minority is a grave failure of law and policy in the EU and its Member States,” says FRA Director Michael O’Flaherty. “The publication of these findings provides an opportunity to galvanise policy makers into action and focus resources on redressing this intolerable situation.”

romsko.naselje3The survey shows that 80 percent of Roma interviewed are at risk of poverty, compared with an EU average of 17 percent. Almost one third of them live in households with no tap water and almost half have no indoor toilet, shower or bathroom. 30 percent of Roma children live in households where someone went to bed hungry at least once in the previous month. 53 percent of young Roma children attend early childhood education, often less than half the proportion of children their age from the general population in the same country. Only 30 percent of the Roma surveyed are in paid work, compared with the average EU employment rate for 2015 of 70 percent.

41 percent of Roma feel they have been discriminated against over the past 5 years in everyday situations such as looking for work, at work, housing, health and education. 82 percent of Roma are unaware of organisations offering support to victims of discrimination.

The selected foundings on Roma, as part of FRA's Second European Union Minorities and Discrimination Survey (EU-MIDIS II), can be found here.

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