(EP) 279 Mio. Euro für Österreich, Italien, Portugal, Spanien nach Naturkatastrophen
Date of article: 18/06/2020
Daily News of: 18/06/2020
Country:
EUROPE
Author: European Parliament
Article language: de
Am Donnerstag billigte das Parlament 279 Millionen Euro an EU-Hilfen nach extremen Wetterereignissen in Österreich, Italien, Portugal und Spanien im Jahr 2019.
Der Bericht von José Manuel Fernandes, (EVP, PT) wurde mit 680 Ja-Stimmen bei 7 Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.
Die 279 Millionen Euro aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union (EUSF) werden wie folgt aufgeteilt:
- 211,7 Mio. Euro für Italien, das Ende Oktober und im November 2019 von Nord bis Süd von extremen Wetterereignissen betroffen war, die schwere Schäden durch Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten und schließlich zu dem Hochwasser in Venedig führten.
- 56,7 Mio. Euro für Spanien nach den Überschwemmungen in den Regionen Valencia, Murcia, Kastilien-La Mancha und Andalusien im September 2019. Spanien erhielt eine Vorauszahlung in Höhe von 5,6 Mio. EUR.
- 8,2 Mio. Euro für Portugal (Azoren) aufgrund der schweren Schäden, die der Wirbelsturm Lorenzo im Oktober 2019 an öffentlichen und privaten Infrastrukturen sowie im Alltagsleben von Menschen, Unternehmen und Institutionen verursacht hat. Portugal hat bereits eine Vorauszahlung in Höhe von 821 000 EUR erhalten.
- 2,3 Mio. Euro für Österreich nach den extremen Wetterereignissen vom November 2019. Die südwestlichen Teile Österreichs litten unter schweren Überschwemmungen, insbesondere Kärnten und Osttirol.
Die Abgeordneten weisen darauf hin, „dass Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels immer heftiger ausfallen und immer häufiger auftreten werden“ und fordern, dass der Solidaritätsfonds der Europäischen Union im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens reformiert wird, „um den künftigen Folgen des Klimawandels Rechnung zu tragen“. Sie betonen dabei, „dass der Solidaritätsfonds ausschließlich auf die Bewältigung von Folgen ausgerichtet ist, während der Klimawandel entsprechend dem Übereinkommen von Paris und dem Grünen Deal in erster Linie vorbeugende Maßnahmen erfordert“.
