Attack on Krassimir Kanev - human rights defender in Bulgaria

Date of article: 10/11/2016

Daily News of: 14/11/2016

Country:  Poland

Author:

Article language: en

Adam Bodnar sent letters to the Ombudsman of the Republic of Bulgaria Maya Manolova and the Ambassador of Bulgaria to Poland Emil Savov Yalnazov in connection with the attack on human rights defender Krassimir Kanev. He expressed his sorrow and support for the activities of Mr. Kanev.

Krassimir Kanev is a Co-Founder and Chairman of the Bulgarian Helsinki Committee (BHC) and a former Chairman of the UN Voluntary Fund for Victims of Torture, was attacked last week in the streets of Sofia, allegedly for his work protecting human rights in Bulgaria. As was reported by BHC, there has been a sharp increase in threats and insults against its staff since 2014. BHC works actively to protect the rights of people in vulnerable situations, including Roma, Muslims, refugees, migrants and LGBT communities.

 
PDF icon Letter to the Ombudsman of the Republic of Bulgaria  
PDF icon Letter to the Ambassador of the Republic of Bulgaria

 

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Ausnahmezustand beim Kärntner GTI-Treffen

Date of article: 12/11/2016

Daily News of: 14/11/2016

Country:  Austria

Author:

Article language: de

Das offizielle GTI-Treffen lockt jährlich bis zu 200.000 GTI-Fans nach Kärnten. Von Reifnitz, dem Veranstaltungsort des Spektakels, bis nach Keutschach und Velden am Wörthersee herrscht zu dieser Zeit Ausnahmezustand. Viele profitieren, doch für die Anrainer wird das Treffen immer mehr zu einer Belastung. Volksanwalt Fichtenbauer kritisiert, dass die Polizei den vielen Anzeigen der Betroffenen nicht nachkommt.

Aus der ursprünglich drei bis vier Tagen andauernden Veranstaltung für Auto-Liebhaber wurde mittlerweile eine fünf Wochen lange Feier. Zusätzlich finden privat organisierte Vor- und Nachtreffen statt, welche die Veranstaltung nicht nur zeitlich, sondern auch örtlich immer mehr ausweiten. Die Anwohner der betroffenen Gemeinden werden täglich frühmorgens bis spät in die Nacht durch Hupen, quietschende Reifen, ohrenbetäubende Fehlzündungen und grölende Menschenmassen beeinträchtigt. Nicht nur Lärmbelästigungen, sondern auch illegale Straßenrennen, bei denen in Wohngegenden bis zu 120 km/h erreicht werden, besorgen die Anrainer.

Alleine beim Vortreffen 2016 wurden 567 Organstrafverfügungen ausgestellt und gegen 75 Personen Anzeigen erstattet. Doch wie die Volksanwaltschaft kritisiert, wird nicht allen Anzeigen nachgekommen. Die Landespolizeidirektion Kärnten sieht das Problem im Personalmangel und betont, dass es aufgrund der schieren Masse an Teilnehmern und der örtlichen Ausdehnung nicht möglich sei, alle Anzeigen zu bearbeiten.

Für Volksanwalt Fichtenbauer ist dies keine Erklärung. „Eine Schwerpunktverstärkung funktioniert auch bei anderen Veranstaltungen“, kritisiert Fichtenbauer. Er fordert verstärkte Polizeikontrollen, mehr Bodenschwellen und ausreichende Maßnahmen im Sinne des Immissionsschutzgesetzes. „Es geht einfach nicht, dass Einwohner zu Bettlern gemacht werden. Geltende Gesetze müssen eingehalten und auch entsprechend geahndet werden!“, so der Volksanwalt. Es werde geprüft, ob bei bisherigen Treffen ausreichend Einsatzkräfte vor Ort waren und ob auch darüber hinaus alle notwendigen Maßnahmen gesetzt wurden.

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Anpassung von Begutachtungskriterien

Date of article: 11/11/2016

Daily News of: 14/11/2016

Country:  Germany

Author:

Article language: de

Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt Forderungen nach Anpassung der Begutachtungskriterien in der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV). In der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) als Material zu überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben.

In der Petition wird eine Reform bei der Einstufung gesundheitlicher Merkmale im Sinne des Schwerbehindertenrechts bei organtransplantierten Kindern gefordert - ebenso wie eine neue Definition des Begriffs "schwerer Immundefekt" durch den zuständigen Sachverständigenrat. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass die Begutachtungskriterien der VersMedV in Zusammenhang mit der Beurteilung der Hilflosigkeit von Kindern und Jugendlichen nicht auf dem neusten medizinischen Stand seien.

Konkret bemängelt der Petent eine Regelung im VersMedV, wonach die Hilflosigkeit bei angeborenen, erworbenen und therapieinduzierten schweren Immundefekten für die Dauer des Immunmangels dann anzunehmen ist, wenn dieser eine ständige Überwachung wegen der Infektionsgefahr erforderlich macht. Nach Ansicht des Petenten haben organtransplantierte Kinder hingegen dauerhaft einen schweren Immundefekt und müssten daher das Merkzeichen H (Hilflosigkeit) und die entsprechenden Nachteilsausgleiche erhalten.

In der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung verweist der Petitionsausschuss auf eine Stellungnahme des BMAS, wonach im Rahmen der derzeit laufenden Gesamtüberarbeitung der Versorgungsmedizinischen Grundsätze der Ärztliche Sachverständigenbeirat Versorgungsmedizin beim Ministerium eine Facharbeitsgruppe eingerichtet habe, die sich mit immunologischen Fragen befasse. Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe, so heißt es weiter, mündeten in einer Anpassung der derzeitigen Begutachtungskriterien und fänden ihren Niederschlag in einer Änderungsverordnung zur VersMedV. Laut BMAS kann die Gesamtüberarbeitung "aufgrund der Komplexität der Themen und der Vielzahl der medizinischen Fachgebiete mehrere Jahre in Anspruch nehmen". Schließlich müssten alle Begutachtungsgrundsätze auf ihre wissenschaftliche Aktualität überprüft und unter Berücksichtigung der Kriterien der evidenzbasierten Medizin fortentwickelt werden.

Darin eingeschlossen sei auch die Überprüfung der Begutachtungskriterien zur Vergabe des Merkzeichens H. Der genaue Termin, wann diese Begutachtungskriterien im Zusammenhang mit organtransplantierten Kindern und Jugendlichen überarbeitet sein könnten, stehe noch nicht fest, heißt es in der Vorlage.

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