Schauspiel-Training für Menschenrechte

Date of article: 28/09/2017

Daily News of: 28/09/2017

Country:  Austria

Author:

Article language: de

"Geht die Dame jetzt zurück zur Therapie?", fragt eine Teilnehmerin des Workshops des International Ombudsman Institute (IOI) am Montag. Das IOI ist der einzige globale Dachverband für Ombudsorganisationen und Veranstalter des Workshops zum Thema präventive Menschenrechtskontrolle. Soeben haben etwa zehn Minuten lang zwei männliche Teilnehmer eine verstört wirkende Frau nach deren Unterbringung im Therapiezentrum befragt.

Die Ärzte, die sie behandeln, wechselten zu oft, sagt diese. Sie wünsche sich mehr Kontinuität. Und eine ihrer Zimmerkolleginnen sei so unruhig, so die etwa 45-Jährige mit hoch zugeknöpfter, blauer Weste weiter, dass sie kaum schlafen könne. Läutet sie nach der Krankenschwester, komme diese nicht immer.

187 Mitglieder aus 100 Ländern

Zurück zur Therapie muss besagte Dame jedoch nicht. Sie ist eine Schauspiel-Patientin, die für die Ausbildung von Psychiatrie-Studenten auf das Verhalten bei psychischen Erkrankungen geschult wurde. Beim Workshop trainiert sie die Teilnehmer hinsichtlich deren Gespräche im Zuge der präventiven Menschenrechtskontrollen. Diese wurden zwar auf die Schauspiel-Patienten vorbereitet, Letztere spielen ihre Rolle aber so überzeugend, dass einige deren wahre Identität offenbar doch nicht ganz glauben können.

Thema des Workshops, der diese Woche in der Volksanwaltschaft in Wien stattfand, ist die einfühlsame und dennoch zielgerichtete Gesprächsführung mit Klienten. Er ist der dritte seiner Art. Im Vorjahr hatten sich die Mitarbeiter internationaler Ombudseinrichtungen in Litauen und im Jahr davor in Lettland getroffen. Diesmal nahmen 29 Gäste aus 21 Ländern vor allem aus Europa und Afrika teil. Insgesamt zählt das 1978 gegründete IOI aktuell 187 Mitglieder aus fast 100 Ländern. Seit 2013 fungiert der österreichische Volksanwalt Günther Kräuter als Generalsekretär.

In Österreich kontrollieren seit fünf Jahren sechs Expertenkommissionen im Rahmen eines UN-Mandats Einrichtungen, in denen es zu Entzug oder Einschränkung der persönlichen Freiheit kommt, darunter Justizanstalten, Pflegeheime und Psychiatrien. Im Kern geht es darum, Risikofaktoren für Menschenrechtsverletzungen frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Die Kommissionsmitglieder können vertrauliche Gespräche mit Bewohnern oder Patienten führen.

Die Teilnehmer des Workshops am Montag sind mittlerweile zur Feedback-Runde übergegangen. Eine scheinbar völlig geheilte Patientin mit lässig aufgeknöpfter Weste - die Schauspielerin, die nun keine Rolle mehr spielt - gibt professionell wieder, wie sie sich bei den einzelnen Fragen aus Sicht der Patientin gefühlt hat. Dass sie ihr Problem mit den ständig wechselnden Ärzten schildern konnte, sei ihr ein Anliegen gewesen -dass sie jemand detailliert nach ihrem Tagesablauf gefragt hätte, der in seiner strengen Strukturiertheit eine Belastung für sie darstelle, habe sie jedoch vermisst. Grundsätzlich habe sie sich eine Frau und nicht zwei Männer als Gegenüber gewünscht.

In der Praxis achte man meist im Vorhinein auf gleichgeschlechtliche Gesprächspartner, sagt die Psychiaterin Gabriele Fischer von der Universität Wien, die eine der österreichischen Kommissionen leitet. Beim Workshop begleitet sie eine Gruppe durch die Trainings. Was den Wechsel von Ärzten betreffe, verstoße das gegen Menschenrechtsstandards, falls die fehlende Kontinuität die Patientin belaste. Diese habe auch ein Recht darauf, das Zimmer nicht mit einer unruhigen Person teilen zu müssen.

Im Laufe des Montagnachmittags werden noch weitere Situationen trainiert - unter anderem mit einem traumatisierten Gefängnisinsassen, der ebenfalls ein Schauspieler ist. Dieser geht kaum auf die Fragen von Antonia Kyriakidou von der zypriotischen Ombudsstelle ein, sondern stellt kontinuierlich die Frage: "Wie können Sie mir helfen?" Fixpunkte eines Gesprächs mit Betroffenen in den Einrichtungen seien, seine Funktion und seine Möglichkeiten von Anfang an klarzustellen, sagt dazu Fischer. Freilich müsse man die Bedürfnisse erkennen - gleichzeitig aber die persönliche Distanz wahren.

Livestream zu Ex-Häftlingen

Am Dienstag sind die Teilnehmer beim Besuch zweier Kommissionsmitglieder in einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Wien und beim Verein Neustart dabei, wo zwei ehemalige Häftlinge befragt werden. Allerdings nur per Livestream, um das "Do-no-harm"-Prinzip (keinerlei Schaden verursachen) zu wahren und die Besuchten nicht mit einer größeren Delegation zu stören, wie Kräuter sagt.

Die Technik dahinter stamme von den IT-Unternehmen Cisco und X-tension, so Kräuter, die das System eigentlich für ein leukämiekrankes Kind entwickelt hätten, das die Schule nicht besuchen konnte. Via Livestream nahm es dadurch am Unterricht teil. Beim Workshop sitzen die Teilnehmer nun vor dem Bildschirm in der Volksanwaltschaft, können aber - mit Simultanübersetzern - Fragen an die Kommissionsmitglieder in den Einrichtungen stellen.

Am Mittwoch geht das Treffen mit finalen Diskussionen zu Ende. Im nächsten Jahr ist ein Training in Skandinavien geplant.

 

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El Defensor del Pueblo reafirma su compromiso con la defensa de los derechos de las personas sordas

Date of article: 28/09/2017

Daily News of: 28/09/2017

Country:  Spain

Author:

Article language: es

 

El Defensor del Pueblo (e.f.), Francisco Fernández Marugán, asistió ayer en el Congreso de los Diputados a la presentación de la campaña de la Confederación Española de Familias de Personas Sordas (Fiapas) ‘Que lo escuche todo el mundo’ para mostrar su compromiso con la defensa de los derechos de las personas sordas.

La Institución presta especial atención al cumplimiento, por parte de los poderes públicos implicados, de las medidas precisas para lograr la más rápida y eficaz integración social de las personas afectadas por cualquier tipo de discapacidad.

En el ámbito de las personas con deficiencias auditivas el número de quejas recibidas es limitado. La mayoría son quejas carácter individual y los temas que plantean en sus escritos tienen que ver con problemas para la defensa en juicio por falta de intérprete, para la tramitación de permisos de conducir y otras licencias, falta de información adaptada para este colectivo, falta de contenidos subtitulados, discriminación laboral y académica.

Bajo el lema ‘¡Oye! Llenemos de vida el silencio’, la campaña, según organizadores, quiere “llamar la atención sobre la importancia que tienen las prótesis auditivas para las personas sordas, pues éstas marcan la diferencia entre oír y no oír, así como la posibilidad de acceder al lenguaje oral y a otras habilidades cognitivas derivadas de él”.

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Kastrationspflicht für Katzen

Date of article: 28/09/2017

Daily News of: 28/09/2017

Country:  Germany - Mecklenburg Vorpommern

Author:

Article language: de

Der Deutsche Tierschutzbund e.V. Landesverband Mecklenburg-Vorpommern fordert den Erlass einer Katzenschutzverordnung für Mecklenburg-Vorpommern, mit der alle Katzenhalter verpflichtet werden, ihre Katzen registrieren, kennzeichnen und kastrieren zu lassen, um eine unkontrollierte Vermehrung von Katzen zu verhindern. Diese Forderung fand insgesamt 13.116 Unterstützer und wurde gestern dem Petitionsausschuss übergeben.

Zur Begründung ihrer Forderung führten die Petenten aus, dass hierzulande derzeit allein 6680 frei lebende Katzen von Tierschützern in Tierheimen und an Futterstellen betreut werden würden. Sie stammten von domestizierten Hauskatzen ab und seien daher nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen, so dass viele von ihnen unterernährt und krank seien. Es sei daher zum Schutz des Tierwohls dringend geboten, der unkontrollierten Vermehrung Einhalt zu gebieten, indem Katzenbesitzer verpflichtet werden, Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie kastrieren zu lassen. Denn jede frei lebende Katze stamme von einer nicht kastrierten Hauskatze mit Freigang ab, so die Petenten. Dabei erhoben sie auch die Forderung nach einer verbesserten finanziellen Unterstützung von Tierheimen sowie nach weiteren Landesmitteln zur Finanzierung der von Tierschützern, Veterinärämtern und Kommunen durchgeführten Kastrationen.

 

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El Síndic actúa de oficio a raíz de posibles agresiones en el CIE de la Zona Franca

Date of article: 28/09/2017

Daily News of: 28/09/2017

Country:  Spain - Catalonia

Author:

Article language: es

Se ha dirigido al Ministerio del Interior, a la Delegación del Gobierno del Estado en Cataluña y al Defensor del Pueblo

Insiste en que es necesario cerrar el centro definitivamente

El Síndic ha abierto una investigación en relación con la noticia publicada acerca de un posible nuevo episodio de agresiones en el Centro de Internamiento de Extranjeros de la  Zona Franca. Según los medios de comunicación, los hechos ocurrieron el 21 de septiembre en diversos espacios del CIE donde no hay cámaras de videovigilancia.

El caso ha salido a la luz después de que varias entidades que trabajan en la defensa de derechos humanos hayan denunciado públicamente las presuntas agresiones por parte de un grupo de agentes de la Policía Nacional contra una veintena de internos.

Tal como ha venido haciendo repetidamente en las numerosas ocasiones en que ha tenido conocimiento de posibles maltratos en el CIE, el Síndic ha solicitado información al Ministerio del Interior y a la Delegación del Gobierno español en Cataluña. También se ha dirigido al Defensor del Pueblo para pedirle que intervenga. En este sentido, Rafael Ribó subraya que hasta ahora le han negado la entrada al CIE cada vez que lo ha solicitado, tanto en calidad de síndic como en calidad de Mecanismo Catalán de Prevención de la Tortura.

 

Tras esta nueva denuncia, el Síndic ha insistido en la necesidad de cerrar definitivamente el CIE de Barcelona, que presenta un grado de violencia muy alto. De hecho, el Síndic ha hecho hincapié en los datos del Gobierno español, según los cuales de 2010 a 2016 en el CIE de la Zona Franca se han registrado 267 de las 290 agresiones contra internos detectadas en todos los CIE del Estado español.

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